Prüfung

Prüfungsstruktur

Die Abschlussprüfung der fünf IT-Berufe erstreckt sich auf die in der betrieblichen Ausbildung vermittelten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen: In Teil A werden die spezifischen Fachqualifikationen in einer auf das Einsatzgebiet oder den Fachbereich des jeweiligen IT-Berufs ausgerichteten betrieblichen Projektarbeit und in Teil B in zwei „Ganzheitlichen Aufgaben“ die Kernqualifikationen und die Fachqualifikationen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

Bestandteile der Abschlussprüfung

Prüfungsteil A: Projektarbeit/Projektdokumentation

In Teil A, der betrieblichen Projektarbeit, soll eine aktuelle Aufgabenstellung aus dem Betriebsgeschehen des Fachbereiches des Prüflings behandelt werden, die auch für den Betrieb verwendbar sein soll. Diese Projektarbeit kann ein eigenständiges, in sich abgeschlossenes Projekt oder auch ein Teilprojekt aus einem größeren Zusammenhang sein.

Die Projektarbeit ist dabei immer eine aus dem betrieblichen Einsatzgebiet oder Fachbereich begründete Aufgabenstellung. Sie wird entsprechend einem festgelegten Kriterienkatalog ausgewählt und vom Prüfungsausschuss zur Durchführung im Betrieb freigegeben. Innerhalb eines definierten Zeitraumes muss dann die Projektarbeit in einer Zeit von maximal 35 Stunden (bzw. 70 Stunden bei den Fachinformatikern Anwendungsentwicklung) realisiert werden. Zusammen mit der Projektarbeit wird eine Projektdokumentation erstellt, die vom Prüfungsausschuss beurteilt wird.

Durch die Projektarbeit und deren Dokumentation soll der Prüfling belegen, dass er Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher Vorgaben selbstständig planen und kundengerecht umsetzen sowie Dokumentationen zielgruppengerecht anfertigen, zusammenstellen und modifizieren kann.

Die Projektergebnisse selbst werden vom Prüfling in einer Präsentation (max. 15min) vorgestellt und anschließend in einem Fachgespräch (max. 15min) mit dem Prüfungsausschuss behandelt. Durch die Präsentation einschließlich Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er fachbezogene Probleme und Lösungskonzepte zielgruppengerecht darstellen, den für die Projektarbeit relevanten fachlichen Hintergrund aufzeigen sowie die Vorgehensweise im Projekt begründen kann.

Prüfungsteil B: Ganzheitliche Aufgaben/Wirtschafts- und Sozialkunde

Die „Ganzheitlichen Aufgaben“ des Teils B werden geschäftsprozessorientiert und auftragsbezogen als praxisbezogene Fallstudie angelegt. Die Schwerpunkte werden zum einen auf die profilprägenden Fachqualifikationen (Ganzheitliche Aufgabe I), zum anderen auf die Kernqualifikationen (Ganzheitliche Aufgabe II) ausgerichtet.

Mit dem Begriff “Ganzheitliche Aufgabe” soll zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich nicht um reine Wissensfragen, sondern um komplexe Aufgabenstellungen handelt. Die Aufgaben werden schriftlich gelöst.

Der dritte Teil der Prüfung umfasst die Wirtschafts- und Sozialkunde.

Ablauf der Prüfung

Notenspiegel

Erreichte
Punkte / Note
Art der Leistung
100 - 92 Punkte
= Note 1
= sehr gut
eine den Anforderungen im besonderen Maße entsprechende Leistung
unter 92 - 81 Punkte
= Note 2
= gut
eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung
unter 81 - 67 Punkte
= Note 3
= befriedigend
eine den Anforderungen im allgemeinen entsprechende Leistung
unter 67 - 50 Punkte
= Note 4
= ausreichend
eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im ganzen den Anforderungen noch entspricht
unter 50 - 30 Punkte
= Note 5
= mangelhaft
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind
unter 30 - 0 Punkte
= Note 6
= ungenügend
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse lückenhaft sind

Quelle